Frankfurter Programm

Glossar

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A
Aktivitas-Pflege® Aktivitas ist ein individuelles Pflegekonzept, ausgerichtet auf die physiologische Reaktivierung der Patienten. Die Betreuung hilft Bewegungsabläufe, aber auch seelisch-geistige Fähigkeiten der Patienten zu erhalten bzw. zu verbessern. Ursprünglich wurde Activitas für Schlaganfall- und motorisch gestörte Patienten entwickelt. Aktivitas hat sich jedoch auch für schwer desorientierte, bettlägerige Menschen bewährt.
  
B Zum Seitenanfang
Basale Stimulation Bei der Basalen (grundlegend) Stimulation (Reiz) werden die Sinneswahrnehmung des eigenen Körpers und Geists durch Massagen, Aromen, Musik oder Gymnastik angeregt. 
BIVA-Siegel Der Verein BIVA, “Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderungen”, vergleicht deutsche Altenpflegeheime und macht im Internet Informationen zu deren Prüfung im Heimverzeichnis zugänglich. “Verbraucherfreundliche” Einrichtungen werden von der BIVA mit einem grünen Haken gekennzeichnet. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt das Projekt, das noch bis August 2010 läuft. Bis dahin werden weitere Frankfurter Heime begutachtet werden.
  
C Zum Seitenanfang
Coma vigile Anderer Ausdruck für Wachkomma (apallisches Syndrom)
  
D Zum Seitenanfang
Demenz Demenz ist der Oberbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, denen ein Verlust besonderer geistiger Fähigkeiten - meist ist es das nachlassende Gedächtnis-, Sprech- und/oder Denkvermögen - gemeinsam ist. Die Demenz kann sich verändernd auf Persönlichkeit und Charakter auswirken und tritt vorwiegend im Alter auf. Heute können Demenzerkrankungen bis zu einem gewissen Grad behandelt werden. Auslöser und Formen von Demenz sind jedoch vielfältig und deren Klärung für eine Therapie wichtig. Die am häufigsten auftretende Form ist die Alzheimer-Krankheit.
  
E Zum Seitenanfang
ENPP Kurzform für „Europäisches Netzwerk für psychobiographische Pflegeforschung“. Das ENPP dient u. a. dem internationalen fachlichen Austausch und der Weiterbildung nach dem Pflegemodell von Erwin Böhm (siehe Pflegemodelle).
Ergotherapie Die Ergotherapie ist eine Therapieform, die Patienten und Pflegebedürftige trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigungen befähigt, Aufgaben des praktischen Alltags selbstständig zu bewältigen. Durch individuelle Übungen sollen beispielsweise das Halten von Gegenständen oder die Konzentration beim Lesen oder Sprechen wiedererlangt werden.
  
F | G Zum Seitenanfang
Geriatrie / Geronto (Alters- oder Altenmedizin) Lehre der Krankheiten des alternden Menschen, als Beschwerdelinderung. Geriatrie darf nicht mit der Palliativmedizin (Heilung) verwechselt werden.
  
H | I Zum Seitenanfang
Halal Küche Kostform, die nach muslimischen Speisevorschriften zubereitet wird.
Heimgesetz Das Heimgesetz ist eine Abteilung des Hessischen Amts für Versorgung und Soziales in Frankfurt. Es überprüft u. a., ob die Selbstbestimmung und Freiheitsrechte von Heimbewohnerinnen und –bewohnern gewahrt werden und ob das Heim einen Heimbeirat oder Heimfürsprecher hat. Die Behörde ist Ansprechpartner bei Kritik.
  
J | K Zum Seitenanfang
Koschere Küche Kostform, die sich an den Speisevorschriften des jüdischen Glaubens orientiert.
KTQ Kurzform für „Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“. Sie ist die Zertifizierungsstelle für Qualitätsmanagementsysteme.
 
L Zum Seitenanfang
Logopädie Logopädie ist die medizinisch-therapeutische Fachdisziplin für Sprech und Sprachprobleme. Der Logopäde behandelt u. a. Patienten mit Sprachstörungen nach einem Schlaganfall.
 
M | N Zum Seitenanfang
Medizinischer
Dienst MDK
Im Bereich der Pflegeversicherung nimmt der MDK u. a. die Einstufungen in die drei Pflegestufen vor und kontrolliert die Heime auf ihre Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Neuerdings benotet er Heime.
MRE Kurzform für „Multiple-Resistente-Erreger“ (siehe MRSA).
MRSA Kurzform für „Methicillinresistenter Staphylococcus aureus“. Der u. a. in Krankenhäusern anzutreffende an sich harmlose Bakterienstamm (Staphylococcus aureus) kann bei geschwächten Patienten Hautinfektionen, eitrige Entzündungen oder Lungenentzündungen hervorrufen.
  
O Zum Seitenanfang
Osteoporose gemeinhin als Knochenschwund bezeichnet, ist die in Deutschland am häufigsten vorkommende Knochenerkrankung.
 
P Zum Seitenanfang
Palliativ Care Ein an den Wünschen und Bedürfnissen des Pflegebedürftigen orientierte Pflege (Care), die Schmerz und Leid lindern will (palliativ). Ziel ist eine würdige Begleitung des Menschen in seiner letzten Lebensphase.
Peritonealdialyse Bei der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) wird ein Katheter in die Bauchhöhle implantiert, um den Körper zu entgiften. Diese Art der Blutreinigung ist Kreislauf schonend.
Pflegemodelle nach:  
Bobath: eine methodenfreie die individuellen Möglichkeiten des Pflegebedürftigen berücksichtigende Therapieform für Menschen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems.
Erwin Böhm: Psychobiografi sches Pflegemodell
Dieses Konzept bindet die Biografie dementiell Erkrankter in die Pflege ein. Dabei werden vorhandene Fähigkeiten und tägliche Rituale berücksichtigt. Ziel ist u. a. die Steigerung des Selbstwertgefühls.
Naomi Feil: Validation
(Gefühle unbewertet ernst nehmen = gelten lassen) Naomi Feil ist die Begründerin dieser auf Demenz-Kranke bezogenen Kommunikationsmethode (Validation), die auf einer unbedingten Wertschätzung beruht. Ziel der Methode ist es u. a. das Gefühl von Würde und Glück bei Demenz-Kranken zu steigern, indem noch “unerledigte Aufgaben” aufgearbeitet werden.
Nicole Richard: Integrative Validation
Betreuende Personen lernen über die Integrative Validation sich auf die Welt des desorientierten Menschen einzustellen.
Tim Kitwood: Personenzentrierter Ansatz
Diese Methode stellt die Einzigartigkeit des demenzkranken Menschen in den Mittelpunkt, sorgt aber auch dafür, dass die Pflegenden zu einem einfühlsameren Verstehen untereinander kommen.
Monika Krohwinkel: AEDL
Das an den Bedürfnissen des Pflegebedürftigen orientierte Modell will eine größtmögliche Unabhängigkeit des Gepflegten innerhalb seiner Aktivitäten und im Umgang mit den existentiellen Erfahrungen des Lebens erreichen.
  
Q | R Zum Seitenanfang
Qualitätsmanagement Das Qualitätsmanagement unterliegt nationalen und internationalen Standards. Es soll zur kontinuierlichen Verbesserung u. a. von Arbeitsprozessen beitragen. Die gängigste Norm ist DIN EN ISO 9001:2000. Einrichtungen werden nach dieser Norm überprüft und zertifiziert.
RAI Kurzform für „Resident Assessment Instrument“. RAI ist ein Planungsund Dokumentationsverfahren zur umfänglichen Erhebung der individuellen Bedürfnisse von in Heimen lebenden Menschen.
  
S | T Zum Seitenanfang
Snoezelen Das Kunstwort aus „snuffelen“ (schnuppern) und „doezelen“ (dösen) ist Name für eine Raumgestaltung, die stimulierende Effekte wie z. B. Licht und Klang einsetzt, um damit beruhigende Wirkungen zu erzielen.
Sondenernährung Unterschieden werden zwei Zugangsweisen künstlicher Ernährung: Die enterale Kostverabreichung geht mittels Sonde in den Magen-Darm-Trakt, die seltenere parenterale Infusionsernährung mittels Port in die Blutbahn.
 
T | U | V Zum Seitenanfang
TanDem TanDem ist ein Projekt für den Umgang mit dementiell veränderten Menschen. Speziell ausgebildete Betreuerinnen informieren Angehörige und Pflegende über Demenz und den Umgang mit Erkrankten. Dies entlastet pflegende Angehörige und fördert die kommunikative Fähigkeiten von Pflegekräften.
  
W | X | Y | Z pfeil top 01
Zuzahlung Kostenbeteiligung. Begriff für die finanziellen Aufwendungen, die bezogen auf Krankenversicherungen, vom Versicherungsnehmer als Selbstbeteiligung zu den Kosten übernommen werden.